Hallo,
ich hatte noch vergessen, Dir folgendes zu sagen:

Die Alternative Plavix als Substitution für ASS100 hatte ich schon vor Eintreten der Beschwerden wie Übelkeit, etc. vorgeschlagen. Letztendlich bin ich aber nach Rücksprache mit dem Medizinpersonal wieder davon abgekommen und auch weil folgende Nebenwirkungen drohen, wie z.B.

Blutungen; Hautblutungen; Nasenbluten; Blutergüsse; blaue Flecken; Hirnblutungen; Verdauungsstörungen; Bauchschmerzen; Durchfall.

Insbesondere die NW wie Hirnblutung kann bei Patienten im höheren Alter ab 60/70+ häufiger eine Todesursache sein, selbst wenn kein Blutverdünner genommen wird, einfach weil die Blutgefäße mit der Zeit verschleißen (Rißbildung...) können. Im Kopfbereich wäre dann eine Rißstelle, welche sich durch Blutverdünner möglicherweise nicht mehr selbstständig schließt, sehr nachteilig für die Patientin.

Auf der einen Seite erkauft man sich also mit Plavix möglicherweise weniger Übelkeit, steigert dadurch aber die Blutungsgefahr, insbesondere auch im Kopfbereich.

Bleibt dann die Frage, ob es nicht Alternativen gibt:
z.B. ASS50 statt ASS100 und dann nur alle 2 bis 5 Tage, je nach Zeitpunkt der Stenting-Sache. Bei der erwähnten Patientin sind es jetzt schon 1,5 Jahre. Die beschichteten Stents dürften möglicherweise bereits mit dem Gewebe verwachsen sein. Aufgrund der Unterlagen würde ich dem Medizinpersonal folgendes vorschlagen: Jeden 4ten Tag: ASS50 und 2 Tage später nochmals ASS50. Dann wieder 4 Tage Pause. Wie denkst Du darüber ?

Gebe ich nämlich ASS50mg am 4ten Tag und ASS50mg am 5 Tage, bin ich fast wieder bei ASS100mg. Als Folge wäre dann die Reizschwelle für das Auftreten der Nebenwirkung "Übelkeit" bei der Patientin wieder gegeben.